Psychosozialer Bereich

1. Allgemeine Hinweise

Wir behandeln Kinder im Vorschulalter in Begleitung eines Elternteils sowie Schulkinder und Jugendliche. Die Klinik versteht sich als psychotherapeutische und verhaltensmedizinisch qualifizierte Reha-Klinik. Sie bietet verhaltenstherapeutische und systemische Behandlung in Form von Einzel-, Familiengesprächen, ggfs. Kleingruppen an. In der Ergotherapie und Mototherapie können die Kinder / Jugendliche unter Einsatz verschiedener Räumlichkeiten, Mittel, Materialien und Methoden vorhandene Fertigkeiten stärken und die Lebensbereiche verbessern, in denen sie Schwierigkeiten haben.

Aufgrund der Zunahme psychosomatischer Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen haben wir uns auf die psychologische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit emotionalen und Verhaltensproblemen spezialisiert. Eine begleitende psychologische Behandlung sollte über den ärztlichen Rehaantrag beantragt oder über ein persönliches Telefonat im Vorfeld der Rehabilitation abgeklärt werden, um eine psychologische Begleitung während der Rehabilitation sicherstellen zu können.

2. Gründe für eine stationäre Psychotherapie:

Folgende Punkte können Ihnen helfen, die Entscheidung zu treffen, ob für Sie und / oder Ihr Kind eine stationäre Psychotherapie in Frage kommt.

Krankheitsbilder
Unsere Spezialisierung liegt auf der Behandlung folgender Krankheitsbilder: Kindertypische Angststörungen, z.B. Störung mit Trennungsangst, Störung mit Kontaktvermeidung, Störung mit Überängstlichkeit

Angststörungen die für Kinder und Jugendliche gültig sind: z.B. Panikstörungen, phobische Störungen und generalisierte Angststörungen

Depressive Erkrankungen: außer wenn die Kriterien der Major Depression oder der zyklothymen Störung erfüllt sind. Bei einer schweren suizidalen Krise ist die Aufnahme in einem psychiatrischen Krankenhaus erforderlich.

Chronische Krankheiten: Asthma und Neurodermitis, vor allem dann, wenn sich der Patient (z.B. wegen der rebellischen Jugendphase) nicht an das vorgegebene ärztliche Behandlungsregime hält, so dass schwere körperliche Langzeitschäden zu befürchten sind.

Psychische Störungen mit körperlicher Symptomatik/Krankheiten mit Organveränderungen: Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa, Neurodermitis, Ulcus, somatoforme Störungen, Bauchschmerzen, Essstörungen, Adipositas, Essstörungen des Kindesalters (Ausschluss: Anorexie nervosa und Bulimie nervosa mit schwerem Verlauf und Chronifizierung; im Einzelfall nur anorektische bzw. bulimische Patienten mit ausreichender Stabilität), Enuresis und Enkopresis.

Bei erwachsenen Patienten besteht unser Behandlungskonzept für folgende Krankheitsbilder: Depressive Störungen (Ausschluss, wenn psychotische Symptome oder Suizidalität vorhanden ist), Ängste, Reaktionen auf schwere Belastungen, somatoforme Störungen, Erschöpfungssyndrom, psychogene Essattacken sowie die psychologische Mitbehandlung bei chronisch körperlichen Erkrankungen zur Förderung der Therapiemitarbeit und Krankheitsbewältigung.

3. Behandlungskonzept

Sowohl die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie als auch der systemischen Therapie ist wissenschaftlich gut belegt und sie verfügen über ein weitreichendes Spektrum von wirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Das Bestreben ist es, lösungsfokussiert und ressourcenorientiert zu arbeiten.

Den Schwerpunkt der Behandlung legen wir darauf, dem Patienten direkt bei der Bewältigung eines aktuellen Problems zu helfen. Damit es zu einer Stabilisierung des Patienten kommen kann, sorgen wir dafür, dass die vereinbarten Behandlungsziele vom gesamten Team (Psychologen, pädagogische Therapeuten, Pädagogen, Sporttherapeuten, Ärzten) mitgetragen werden.
Wir legen größten Wert darauf, mit Hilfe der Pädagogen, die in der Gruppe tätig sind, den Patienten zusätzlich während seiner Alltagsbewältigung so zu unterstützen, dass er besser in der Lage ist, sein in der Therapie erlerntes Verhalten in die alltäglichen Lebenssituation zu übertragen.

4. Behandlungserfolg und Nachsorge

Die Behandlung ist darauf ausgerichtet, unter Einbezug des sozialen Systems des Patienten Schutzfaktoren aufzubauen und Risikofaktoren zu minimieren. Parallel dazu aktivieren wir für den Patienten und auch für seine Eltern Hilfsangebote direkt am Heimatort.

5. Aufenthaltsdauer

Die Entscheidung bezüglich der voraussichtlichen Aufenthaltszeit soll nicht weniger als 6 Wochen sein und wird ausschließlich am individuellen Fall mit den Eltern, dem Chefarzt bzw. behandelndem Arzt und der psychologischen Abteilung abgesprochen.